Forschung

 

Meine Forschungsinteressen liegen in den folgenden Bereichen:

 

Psychologie und Therapie von Paaren und Familien

–         Psychologie der Mehrgenerationenfamilie

–        Genographische Mehrebenenanalyse familialer Lebensqualität

–         Schwiegerbeziehungen und familiale Funktionsfähigkeit

–         Partnerwahl und Partnerschaft im Systemkontext der Herkunftsfamilien

 

Konfliktmanagement und Mediation

–          Wirkfaktoren und Wirkdimensionen in Konfliktmanagement und Mediation

–          Anforderungsprofile  und Auswahlkriterien für die Mediatorenausbildung

 

Psychologie und Beratung von Organisationen im Sozial- und Gesundheitswesen

–         Systemische Funktionsfähigkeit und Systempathologie von Helfereinrichtungen

–        Systeminteraktionen zwischen Familie und Betrieb

 

Laufende Forschungsprojekte

1. Kulturvergleichende Longitudinalstudie “Wirkfaktoren und Wirkdimensionen in der Mediation in Deutschland und Korea” (Arbeitsgruppe Mediationsforschung: Gabler, A.M., Kiel; Lee, N., Seoul; Norden, I., Kiel, Lehmann, Felix, Kiel, Moon, Y., Seoul)

2. Kulturvergleichendes Forschungsprojekt „Familiale Funktionsfähigkeit und Schwiegerbeziehungen in koreanischen, russischen polnischen und deutschen Familien“ (mit N. Lee, Seoul; Han, H.K., Y. Seoul; Moon, Seoul; E. Spiegel, Vechta)

3. Sexuelle Belästigung von Pflegekräften (mit K. Sieren, Hannover/Vechta).  Haben Sie beruflich regelmäßigen Kontakt mit älteren, pflegebedürftigen Menschen? Dann würden Sie unsere Forschungsarbeit sehr unterstützen, wenn Sie teilnehmen: Umfrage


 

Prospektive Kieler Longitudinalstudie (PROKLOS)

Wie Mediation wirkt und wie nachhaltig die getroffenen Regelungen sind, ist teilweise immer noch unklar.

Im Rahmen einer prospektiven Longitudinalstudie haben wir Parteien, Anwälte und Mediatoren von mehr mehr als 300 Mediationsfällen unterschiedlicher Konfliktfelder vor und nach der Mediation sowie ein Jahr später befragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Ergebnisqualitäten und Nachhaltigkeit von Mediation – wie bei anderen Dienstleistungen – von strukturellen und prozessualen Qualitäten beeinflusst wurden.

Als wichtige Strukturqualitäten haben sich u.a. Art und Dauer der Konflikte, Weiterbildung, Erfahrung und Rollenauffassung der Mediatoren, aber auch Beziehungen und Persönlichkeitseigenschaften der Parteien, erwiesen. Für die Prozessqualität waren u.a. die Art und Weise der Konfliktbearbeitung, Empathie und Wertschätzung im Verhältnis aller Beteiligten, Gerechtigkeit des Verfahrens, Beziehung zum Mediator und zum eigenen Anwalt sowie Kompromissbereitschaft der Parteien wesentlich. Für die Nachhaltigkeit der Mediation und ihrer Ergebnisse waren für die Parteien ein Jahr später die Art der Konfliktbearbeitung, die Nachhaltigkeit der Ergebnisse, Ergebnisgerechtigkeit und Ergebniszufriedenheit sowie die persönliche Sicherheit entscheidend.

Aus den Befunden werden Schlussfolgerungen für weitere Forschung, aber auch für Praxis und Weiterbildung gezogen.

s.  kaiser-et-al-wirkfaktoren-und-nachhaltigkeit-von-mediation